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Tu bloß nicht so erwachsen

Ich bin in einem Land aufgewachsen, dass ich nie kennengelernt habe. Dieses Land gibt es nicht mehr. Ich kann dort nicht hinfahren. Es gibt noch einzelne Segmente, die davon zeugen, dass es dieses Land überhaupt gab. Ich habe eine Geburtsurkunde die bezeugt, dass ich von da komme. Sonst nichts. Obwohl es keine Berührungspunkte für mich gab, hat dieses Land massiven Einfluss auf meine Erziehung genommen bis ich eigenständig genug war, ein eigenes Leben zu führen.

Dieses Land war die DDR. 

Ich gehöre zur letzten Generation, die noch auf der Straße gespielt hat. Beides hängt miteinander zusammen. 

Heute hat sich das Leben gewandelt. Das Leben findet öfter drinnen statt. Fernsehen hat eine andere Bedeutung als früher, nicht nur als Institution- durch den Streamingmarkt von Netflix und Co.- sondern auch als Verb. Wir schauen nicht mehr fern, sondern anderen Leuten in ihrem Zuhause beim Leben zu. Ausgelöst und begleitet durch Neugier und den Drang sich zu vergleichen. Wir sind schließlich eine Leistungsgesellschaft.

Lehrjahre sind keine Herrenjahre 

Nach preußischem Standard galt es in der Schule Leistung zu bringen, unabhängig von der eigenen Qualifikation, Stärken oder Schwächen galt es in einem System zu bestehen, dass sich auch nach dem Niedergang der DDR nicht groß verändert hatte. Lehrer, die vor 5-6 Jahren noch fremdbestimmtes Denken vermitteln sollten, waren nun gezwungen Schülern selbstständiges Denken zu ermöglichen, mit allen Konsequenzen. Sie sollten eine Welt vermitteln, die sie selbst erst kennenlernen mussten. Genau genommen galt das auch für meine Eltern, die ihre ersten 20 Jahre eben genauso in dieser Staatsform zubrachten und fremdbestimmt waren. Was also tun? Man übernimmt das Denken und hinterfragt nicht. Das Positive wird gern genommen, das Negative verschwiegen oder sinnlos begründet und was funktionierte einfach übernommen. Seien es Denkweisen, Handlungen oder ganze Systeme. Das Schulische stand im Vordergrund und ebnete stets den Weg in die Zukunft. Nur wer fleißig war und möglichst das Abitur erreichte war Willkommen und dem wurde weisgesagt eine glanzvolle Zukunft zu haben, den anderen nicht. Sie würden es mal schwer haben. Ich war so einer. Ich, der Klassenclown, der Unangepasste. Ich lernte kennen, was es heißt wenn der Azubi für Dinge herhalten musste, die nichts mit der Ausbildung zu tun hatten oder auf einem abgewälzt wurden, weil es einfach kein anderer machen wollte, oder weil es Geld sparender war. Alles unter dem Deckmantel: Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Vorwurfsvoll hinterfragte ich mich mit 20, was denn mit mir nicht stimmt, warum fällt es mir so schwer mich anzupassen? Ich hatte es satt. Ich wollte endlich erwachsen werden. 

Warum Du nicht erwachsen bist

Mystisch und verheißungsvoll lag in einer fernen Zukunft dieser Moment, des Erwachsen seins. Ein Versprechen von Selbstbestimmung und Freiheit. Aber er kam nie. Der Moment zeigte sich nicht und ich wurde einfach nur älter. Denn in Wirklichkeit kommt kein "Aha-Moment" Sichtweisen verändern sich und Deine Einstellung. Deine Impulse verändern sich. Aber das sind schleichende Prozesse und keine Dinge, die über Nacht passieren.

Ich bin privilegiert. Ich habe meinen Beruf gefunden, ich habe eine Familie gegründet und gute Freunde. 

Der Weg bis dahin, war jedoch harte Arbeit. 

Meinen jetzigen Job hätte ich nicht, wenn ich nicht davor schon in einem anderen Job an manchen Tagen 10- 12 Stunden pro Tag geleistet hätte und bereit gewesen wäre mich selbst zu hinterfragen und weiterzubringen.

Meine Familie wäre nicht da, wenn ich meiner Freundin damals nicht hinterhergelaufen wäre und sie gehen lassen hätte. 

Ich wäre nicht, der der ich bin, wenn ich nicht jedesmal um meinen Platz in der Welt gekämpft hätte. Ich habe mich bewiesen. Ich bin nicht auf der Straße gelandet, wie von manchen Lehrern prophezeit worden ist. Ich habe kein Abitur gemacht und kein Studium. Aber rückblickend würde ich mir wünschen, die Chance gehabt zu haben. Aber der Antrieb und die Gründe die früher genannt wurden es zu machen, sind andere als meine heutigen. 

"Werde endlich mal erwachsen."

Aber was ist dieses "erwachsen" überhaupt? Woran erkenn ich es? 

Garnicht. Meistens ist auch hier eine Angepasstheit an den Job, an die Familie etc. Man fügt sich. 

Ich nicht. Nie. 

Die Freiheit selber Entscheidungen zu treffen, das ist es was mich erwachsen macht.  Eben keinen Job zumachen, der meine Tasche füllt, sondern einen den ich liebe. Ich wollte einen Beruf haben. 

Ich habe immer wieder Entscheidungen getroffen, worüber Menschen den Kopf geschüttelt haben. Die sind jedoch nie angekommen und haben mir gesagt, das es doch die Richtige Entscheidung war, nur wenn es falsch war, dann habe ich es von diesen auch nochmal zu hören bekommen. 

Ich bin jetzt 32 und Vater einer 3-jährigen Tochter. ich bin jetzt erwachsen. Zumindest in ihren Augen. "Du bist ja schon groß, Papa"

Zumindest hier sind wir uns einig. Denn erwachsen, ist ein ziemlich schwieriges Wort. Für mich bedeutet es, das man aus etwas erwächst. Das bin ich. Aber mehr auch nicht. 

Sei nichts, was Du nicht sein willst

Ich will keinen Test mehr über meine Persönlichkeit, ich will nicht mehr die beste Version von mir selbst werden und ich will auch nicht so bleiben wie ich bin. 

Ich will herausfinden wer ich bin und dann schauen, wo mein Potential liegt. Ich finde jetzt ist dafür eine gute Zeit. 

Ich habe wilde Partys gefeiert und hart gearbeitet. Ich habe gewonnen und verloren. Aber ich habe mich nie mit mir beschäftigt. Die Unsicherheit der 20 er Jahre habe ich abgelegt und einmal meine große Liebe getroffen und sie wieder verloren. 

Jetzt will ich Vater sein und mein Kind hinterfragt mich. Ich hinterfrage mich, aber ohne Vorwürfe, ohne jedesmal gleich in Selbstzweifeln zu versinken. 

Meine Generation tut genau das gleiche wie die meiner Eltern und doch sind wir gefühlt freier und ungebundener. 

Gurus und Academy´s erklären Dir heute Dein Leben. Coaches schießen wie Pilze aus dem Boden und zeigen Dir wie du zu Deiner 1. Million kommst. Gib nicht auf, das richtige Mindset muss nur her. Denke reich.

Ich glaube die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen und jeder muss für sich schauen, was er sich annimmt. Aber vielleicht ist ja auch mal gut. Vielleicht kann man ja wirklich ab und zu mal stolz auf sich sein. Denn alles in allem sind wir ziemlich ok. 

Man muss auch nichts sein, was man nicht sein will. 

Geh mal wieder auf die Straße

Ich bin in einem Land geboren, dass ich nie kennengelernt habe. Dieses Land war allgegenwärtig und begegnete mir ständig. Ich bin ein Wendekind und meine Jugend war so geprägt davon, dass ich immer neues wollte und jeder Innovation offen gegenüberstehen konnte. Mir ist nichts schlimmes passiert. Ich musste nicht einen Beruf lernen und ihn 40 Jahre machen, einfach weil es so war. Ich hatte nur viele Ausbilder, Lehrer, Kollegen, die in einem anderen System erzogen wurden, mit anderen Werten. Ich hab die Wahl. Ich habe alle Möglichkeiten das zu tun was ich will und liebe. Vielleicht ist das erwachsen?!

Ich gehöre zur letzten Generation, die noch auf der Straße gespielt hat. Danach blieben Straßen leer und es schien so, als würde das Leben sich vor dem Bildschirm abspielen, hinter verschlossenen Türen. Aber diese Wahrnehmung ist ein Trugschluss und vielleicht auch nie so gewesen. 

Denn die Bubble in der man lebt, hat sich auch verändert und man sieht was man sehen möchte. Selektive Wahrnehmung. Der unglücklich Verliebte, wird immer überall glückliche Pärchen sehen.

Ich erwische mich selbst dabei, wie ich sage: Geh mal wieder raus auf die Straße. Die Gründe sind andere, als früher. Heute spielt meine Tochter draußen und malt mit Kreide und wir gehen öfter spazieren. 

Wenn Du mir bis hierhin gefolgt ist, dann geht es Dir wie mir. 

Aber das ist ok. Wir sind ok. Du bist ok. 

Mach worauf Du Bock hast. 

Alles Liebe, 

Dein Kev von OWLBOOK

 

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